opera
Wolfgang Amadeus Mozat

Don Giovanni

Predstave trenutno ni na sporedu

Don Giovanni

Libretto: Lorenzo da Ponte

Mozarts Don Giovanni gehört zu den großartigsten Werken der gesamten Operngeschichte und bleibt eine der faszinierendsten Partituren des europäischen Musiktheaters, geprägt von einem deutlich düsteren, ironischen und sogar tragischen Unterton. Die Oper, die der Komponist selbst als dramma giocoso bezeichnete, entfaltet bereits auf der Gattungsebene ihre grundlegende Doppelstruktur: Einerseits ist sie von komischen, spielerischen und buffonesken Elementen durchdrungen, andererseits eröffnet sie fortwährend einen Raum moralischen, existenziellen und beinahe metaphysischen Schreckens, den Mozarts unfehlbare musikalische Sprache meisterhaft gestaltet.

Ähnliches gilt für Da Pontes Libretto, das sich zwar aus der reichen europäischen Tradition des Don-Juan-Mythos speist, diese jedoch durch eine außerordentlich präzise dramatische Anlage und eine psychologisch differenzierte Figurenzeichnung übersteigt. Neben der Titelfigur, die nicht bloß Verführer und Übertreter, sondern beinahe eine dämonische Verkörperung unaufhaltsamer Energie ist, steht Leporello, der zugleich sein komisches Double und sein ironischer Kommentator ist, während Donna Anna, Donna Elvira und Zerlina jeweils auf eigene Weise unterschiedliche Reaktionen auf Don Giovannis Spiel der Verführung und Manipulation sichtbar werden lassen. Einen besonderen Stellenwert innerhalb der Oper nimmt ihre musikalische Dramaturgie ein: Don Giovanni ist eine Figur unablässiger Bewegung und Provokation, bis seine Welt an der unüberschreitbaren Grenze der Statue des Komturs zerbricht. Die Schlussszene mit dem steinernen Gast gehört daher bis heute zu den eindrucksvollsten Momenten der Opernliteratur.

In der Mariborer Inszenierung, die unter der Regie von Edward Clug und der musikalischen Leitung von Simon Krečič entstehen wird, ist zweifellos eine neue Lesart dieser ikonischen Oper zu erwarten, die bis heute für jedes Opernensemble eine Herausforderung und eine unerschöpfliche Quelle immer neuer Deutungen bleibt.

Premiere
5. 2. 2027,
Ondina Otta Klasinc Saal
Dauer


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