Leonardo Ferrando


Der in Uruguay geborene Tenor italienischer Herkunft Leonardo Ferrando hat sich insbesondere als herausragender Interpret des Belcanto-Repertoires etabliert. Seine Auftritte zeichnen sich durch große Musikalität, feine Phrasierung und eine beeindruckende Höhe aus.

Zu seinen bedeutenden Opernpartien zählen Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Don Ramiro (La Cenerentola), Comte Ory, Ernesto (Don Pasquale), Nemorino (L’elisir d’amore), Carlo (Linda di Chamounix), Arturo (I puritani), Orombello (Beatrice di Tenda), Tamino (Die Zauberflöte), Ferrando (Così fan tutte), Don Ottavio (Don Giovanni) und Gérald (Lakmé). Darüber hinaus sang er Tammu, die zentrale Tenorpartie in Jörg Widmanns zeitgenössischer Oper Babylon, sowie zahlreiche Hauptrollen in selten aufgeführten Belcanto-Opern.

Seine internationale Karriere führte ihn auf die Opernbühnen von Bergamo, Berlin, Bremen, Buenos Aires, Kopenhagen, Düsseldorf, Helsinki, Innsbruck, Malmö, Montevideo, Maskat, São Paulo, Toulon, Triest und Verona. Dabei arbeitete er mit renommierten Regisseuren wie Michael Hampe, Davide Livermore, Peer Boysen, Robert Carsen, Nicola Raab, Annilese Miskimmon, Rodula Gaitanou, Irina Brook und Fabio Sparvoli zusammen.

Zu den Dirigenten, unter deren Leitung er auftrat, zählen Philippe Auguin, Antonino Fogliani, Manlio Benzi, Jordi Bernàcer, Fabrizio Maria Carminati, Tobias Ringborg, Enrico Calesso, Tõnu Kaljuste und George Petrou.

Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählen Graf Almaviva in Rossinis Il barbiere di Siviglia an der Deutschen Oper am Rhein sowie Tammu in Jörg Widmanns monumentaler zeitgenössischer Oper Babylon, mit der 2022 die Internationalen Maifestspiele eröffnet wurden.

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