Eric Laporte


Eric Laporte, Tenor

Der kanadische Tenor Eric Laporte ist seit nahezu zwei Jahrzehnten erfolgreich auf internationalen Opernbühnen tätig. Als ausdrucksstarker musikalischer Interpret und überzeugender Bühnendarsteller hat er sich ein breit gefächertes Repertoire erarbeitet, das von der französischen und italienischen Oper bis zu anspruchsvollen Partien des deutschen dramatischen und Wagner-Fachs reicht.

Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählen Erik in Wagners Der fliegende Holländer beim Opernfestival in Québec, die Titelpartie in Lohengrin in Nürnberg, Faust in Berlioz’ La damnation de Faust sowie Max in Webers Der Freischütz in Hannover. Als Nicias in Massenets Thaïs trat er mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien im Konzerthaus an der Seite von Renée Fleming und Thomas Hampson auf.

Gastengagements führten ihn an zahlreiche renommierte Opernhäuser, darunter die Bayerische Staatsoper in München, die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, die Oper Köln, die Volksoper Wien, die Scottish Opera, die Opéra national du Rhin in Straßburg, die Opéra de Nice und das Théâtre du Capitole in Toulouse. An der Komischen Oper Berlin debütierte er in der Titelpartie von Offenbachs Hoffmanns Erzählungen sowie als Jim Mahoney in Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, beide in Inszenierungen von Barrie Kosky. An der Oper Frankfurt war er als Oedipus in Strawinskys Oedipus rex und als Ulysse in Faurés Pénélope zu erleben.

Sein Opernrepertoire umfasst unter anderem die Partien Don José, Nadir, Werther, Des Grieux, Cavaradossi, Pinkerton, Radamès und Alfredo. Einen zunehmend wichtigen Platz nehmen zudem Wagner-Partien wie Parsifal, Tannhäuser, Siegmund und Stolzing sowie Bacchus in Strauss’ Ariadne auf Naxos ein.

In den vergangenen Spielzeiten war er unter anderem als Max in Der Freischütz in Kassel, als Pinkerton in Madama Butterfly in Québec, als René Descartes in der Uraufführung von Bilodeaus und Bouchards La Reine-garçon in Montréal sowie in der Titelpartie von Berlioz’ La damnation de Faust in Kassel zu erleben. Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2025/2026 zählen Calaf in Robert Wilsons Inszenierung von Puccinis Turandot an der Litauischen Nationaloper und dem Litauischen Nationalballett sowie die Titelpartie in Wagners Tannhäuser am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb.

Laporte ist auch als Konzertsänger gefragt. Als Tenorsolist wirkte er an der vielbeachteten Aufführung und Einspielung von Kuljerićs Glagolitischem Requiem mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Ivan Repušić mit. Die Aufnahme des Bayerischen Rundfunks wurde mit einem ICMA und dem Diapason d’or ausgezeichnet. Seine Gesangsausbildung erhielt er bei Marie Daveluy, Colette Boky und Joseph Rouleau in Montréal. Nach seinem Bühnendebüt im Atelier lyrique der Opéra de Montréal gab er sein Europadebüt in Salzburg als Tamino in Mozarts Die Zauberflöte.

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