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Slowenisches Nationaltheater Maribor
Gianni Schicchi <em>Foto: Tiberiu Marta</em>
Foto: Tiberiu Marta

Giacomo Puccini

Gianni Schicchi

Gianni Schicchi
Regie: Paul-Émile Fourny
Premiere: 27. September 2013, Grosser Saal

Eine Koproduktion von SNG Maribor, Opéra-Théâtre Metz und Grand Théâtre de Tours

Der Opernzyklus Das Triptychon von Puccini bilden drei Operngeschichten Der Mantel (Il tabarro), Schwester Angelika (Suor Angelica) und Gianni Schicchi. Die Geschichten können zwar auch eigenständig aufgeführt werden, jedoch verbinden sie das musikdramaturgische Prinzip des Kontrastes und der gegenseitigen Ergänzung, die man als eine Reise aus der "Finsternis zum Licht" in verschiedenen Schichten der menschlichen Seele darstellen kann. Den ersten Teil des Triptychons hatte Giacomo Puccini (1858-1924) schon im Jahr 1916 geschrieben, doch für die Vollendung seines dreigliedrigen Meisterwerks musste er bis zum Treffen mit dem Librettisten Giovacchino Forzano warten. Jener schrieb das Libretto für Sour Angelica, in dem nur Frauenfiguren vorkommen, und für die veristische "Musikkomödie" Gianni Schicchi.

Die Oper Der Mantel entstammt aus dem naturalistischen Einakter La houpelande des französischen Dramatikers Didier Golda, den der heutige Leser als eine naturalistische Kriminalgeschichte empfinden könnte, da das Dramasujet mit einem Doppelmord endet. Wenn auch sich der Librettist Adami nur mit einem einzigen Mord "zufriedenstellte" und damit eine Nebentat ausgliederte (der eifersüchtige Mann Michele ermordet Luigi, den Liebhaber seiner Frau Giorgetta), ist die Atmosphäre in der Oper noch immer finster und libidinös in ihrer Grobheit. Es geht um einen ästhetischen "Schatten" von Puccinis lyrischer Weichheit, da sich in der Partitur außerordentlich dissonante Stellen widerspiegeln, die auf einen andersartigen Aspekt des künstlerischen Ausdrucks des Komponisten hinweisen. In Goldos literarischer Vorlage bleibt das Flussambiente zwar noch immer im formellen Hintergrund, so gesehen der Ort des Verbrechens; in Puccinis Oper jedoch wird das Milieu der Hafenarbeiter beunruhigend hervorgehoben, wobei der Fluss zu einem Ort einer quälenden Eintönigkeit wird, die auch die Ehe von Michel und Giorgette durchweht.
Das tragische Schicksal der Schwester Angelika, die von der eigenen Familie wegen eines unehelichen Kindes in ein Kloster verbannt wird, damit man das makellose Ansehen der Familie beibehält, hat die Fantasie des Komponisten in Gänze entflammt, und somit liebliche, aber tief erlebte lyrische Momente entlockt. Sie bieten sich dem Hörer schon in der Einleitung der Oper als ein idyllisches Klangbild des Klosters an. Ihr diametraler Gegensatz und gleichzeitig der Höhepunkt der Oper, der vom Komponisten bis zum Ende aufgesparrt wird, ist eine Gefühlskatharsis, eingelegt in das Duett von Angelika und ihrer Tante (Prinzessin), und danach noch in das tiefe Bekenntnis und das Bedauern des Verlustes eines Kindes, das ohne seine Mutter gestorben war (Angelikas Arie Senza mamma).
Der sichtbarste und aus dem Blickpunkt des Dramasujets komplexeste Teil des Triptychons ist die letzte musikalische Komödie Gianni Schicchi, die den zweiten Höhepunkt im Opus von Puccini darstellt (der Erste ist zweifellos die kultige naturalistische Oper La bohème). Ihr Titelheld stammt aus der Hölle von Dante (Die Göttliche Komödie), wo im dreißigsten Gesang in ein Paar Versen der gerissene florentinische Fälscher Gianni Schicchi vorkommt. Das komplexe Libretto von Forzano stellt auf eine satirische Weise zahlreiche Schichten und Schluchten der damaligen italienischen Gesellschaft dar. Zugleich werden zwei typische menschliche Eigenschaften in den Vordergrund gelegt: Überheblichkeit und Gier. Forzano schafft somit mit einer leichten komischen Atmosphäre, die an Boccaccios Dekameron erinnert, eine vertrauenswürdige Geschichte über die Hoffnungen der Nachfahren und Verwandten, die sich um die Erbschaft des gerade verstorbenen Buono Donati bemühen. Doch auch die Toten sind imstande den Lebenden noch übel mitzuspielen, zumal der reiche Florentiner sie überlistete und all sein Vermögen dem naheliegenden Kloster vermachte. In einer schelmischen Komödie der Verwechslung spielt Gianni Schicchi eine Schlüsselrolle. Er verkleidet sich in den reichen Verstorbenen und diktiert ein neues Testament. Doch trotz der anfänglichen Entrüstung der Donatis, findet sich dennoch ein Kompromiss: Lauretta, Giannis Tochter, kann nun wegen der reichen Mitgift ihren Auserwähltem Rinuccio heiraten, das Vermögen bleibt aber durch Schicchis List in der neuen, "erweiterten" Familie. Das Triptychon wurde am 14. Dezember 1918 in der New York Metropolitan Opera uraufgeführt. In der Oper in Maribor wird das Stück das erste Mal aufgeführt.

Besetzung

Dirigent: Simon Robinson

Fotogalerie

Gianni Schicchi <em>Foto: Tiberiu Marta</em>

Gianni Schicchi Foto: Tiberiu Marta

Gianni Schicchi <em>Foto: Tiberiu Marta</em>

Gianni Schicchi Foto: Tiberiu Marta

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