Zorba, der Grieche
Mikis Theodorakis: Zorba, der Grieche
Dirigent Simon Robinson
Choreografie Lorca Massine
Premiere 17. 4. 2004
„Zorba, der Grieche“ ist das erfolgreichste Ballett des 20. Jahrhunderts. Es entstand im Auftrag der Arena in Verona für ihre Sommersaison im Jahre 1988. Seine Uraufführung und deren Reprise im Jahre 1990 besuchten über 200.000 Ballettfreunde, was als eine der Spitzenleistungen in der Geschichte der Veroner Arenafestspiele gilt. Es folgten Wiederholungen in über dreißig Ländern auf der ganzen Welt. Das Ballett besuchten bis heute über zwei Millionen Menschen. Die Handlung des Balletts „Zorba, der Grieche“ wurde dem Roman des kretanischen Schriftstellers Nikos Kazantzakis entnommen. Dieser erlebte im Jahre 1964 eine erfolgreiche Filmüberarbeitung, in welcher Anthony Quinn in der Rolle des Zorbas glänzte. Die Filmmusik komponierte Mikis Theodorakis, ein Musikkosmopolit und der beliebteste griechische Komponist. Seine musikalische Schaffenskraft ist außerordentlich buntgemischt, gar abwechslungsreich: in seiner langjährigen Karriere beschäftigte er sich Kammer-, Ballett-, Film-, Symphonie- und Opernmusik. Theodorakis drückt in seinen Werken seine griechische Musikidentität aus, zu welcher er stufenweise gelang. Sein Ausgangspunkt war nämlich anfangs die klassische westeuropäische Musiktradition, welche am Athener Konservatorium gelehrt wurde, das nach westlichem Vorbild geformt war. Ende der 50-er Jahre stand ihm eine erfolgreiche Karriere als Symphoniekomponist in Aussicht. Trotz alledem, entsagte er sich 1960 der Symphonik und widmete sich gänzlich dem griechischen Volkslied. Theodorakis` künstlerische Wende war eng mit seinem politischen Engagement verbunden. Lange Jahrzehnte bemühte er sich um die Inkraftsetzung der Demokratie und die Beachtung der Menschenrechte in Griechenland. Während des zweiten Weltkriegs und in der Zeit der Militärjunta (1967-1974) wurde er des Öfteren ins Exil verbannt, geriet mehrmals in Gefangenschaften und wurde dabei physischer und psychischer Folter ausgesetzt. Später engagierte er sich persönlich in der griechischen Politik und war noch weiterhin als unermüdlicher Kämpfer für Freiheit und Beachtung der Menschenrechte tätig und er stellte sich jeglicher Art von Fanatismus und Extremismus entschieden gegenüber, wofür er im Jahre 2000 als Friedensnobelpreisträger kandidierte. Das Ballett „Zorba, der Grieche“ ist 24 Jahre nach dem zwar gleichnamigen Film entstanden, doch muss man es eigenständig von seiner Filmvorlage betrachten. Die Filmmusik und das Ballett haben im Grunde nur zwei Berührungspunkte, und diese wären einerseits die Figur des Griechen Zorba und andererseits drei oder vier Musikmotive. Theodorakis hat ins Ballett nämlich nicht nur die Musik aus dem Film eingeschlossen, sondern auch aus einigen anderen Werken. Nichtsdestotrotz endet das Ballett ebenso wie der Film mit dem berühmten Sirtaki. Manch einer ist auf Grund der Filmvorlage „Zorba, der Grieche“ davon überzeugt, dass dies der charakteristischste aller Tänze aus Kreta sei. In Wahrheit aber handelt es sich um eine Erfindung von Anthony Quinn, der ihn konzipiert hat, weil er sich während der Dreharbeiten den Fuss gebrochen hatte und die für Kreta landeseigenen sprunghaften Schritte nicht ausführen konnte. Quinn vollführte seinen Tanz so überzeugend, dass in der Weltöffentlichkeit die Meinung zum Durchbruch gelang, im Film würde der wahre kretanische Tanz gezeigt.
INHALT:
1. AKT: Der Amerikaner John kommt in ein Dorf auf Kreta. Dort versucht er mit den Einwohnern Kontakt aufzunehmen, doch wird er ihm von diesen verweigert. Er freundet sich nur mit Zorba an, einem energischen und eigensinnigen Kreter in mittleren Jahren, und er lehrt ihn seine Lebensphilosophie, nach welcher es am wichtigsten sei zu leben und zu genießen. John verliebt sich in eine junge Witwe, die jedoch schon Yorgos versprochen ist, einem Jüngling aus den Dorf. Die ältere Künstlerin Madame Hortense hängt sich an Zorba, von welchem sie sich Erfüllung ihrer Liebesträume erhofft. Doch Zorba gedenkt sich auf keine feste Beziehung einzulassen, da er seine Freiheit zu sehr liebt.
2. AKT: Die Liebe zwischen John und der Witwe vertieft sich indessen, doch die Dorfbewohner wirken dieser Beziehung stark entgegen. Madame Hortense träumt von einer Heirat mit Zorba, bei der alle Bewohner anwesend wären, und die das Beisammenleben im Dorf wiederherstellen würde. Doch die Wut der Dorfbewohner steigert sich, bis sie die Witwe letztendlich töten. Im letzten Augenblick wird John von Zorba gerettet, der vor lauter Trauer seine Kräfte verliert, weil er seine große Liebe verloren hat. Madame Hortense erkennt, dass ihre Liebe zu Zorba perspektivlos ist, sie erkrankt und stirbt. Zorba trauert um sie. John erinnert ihn an die Lebensweisheiten, die er ihm übermittelt hat, und letztendlich tanzen sie gemeinsam den überwältigenden Sirtaki, dem auch die Dorfbewohner beitreten.
BESETZUNG
Zorba: Sergiu Moga
John: Anton Bogov
Marina: Alenka Ribič Laufer, Tanja Baronik
Mme. Hortense: Marina Krasnova
Yorgos: Edward Clug
Woman voice: Dada Kladenik
Zorba, der Grieche
Dirigent Simon Robinson
Choreograf Lorca Massine
Erstaufführung 17. 4. 2004
Zorba: Sergiu Moga
John: Anton Bogov
Marina: Alenka Ribič Laufer, Tanja Baronik
Mme. Hortense: Marina Krasnova
Yorgos: Edward Clug
Woman voice: Dada Kladenik
„Zorba, der Grieche“ ist das erfolgreichste Ballett des 20. Jahrhunderts. Es entstand im Auftrag der Arena in Verona für ihre Sommersaison im Jahre 1988. Seine Uraufführung und deren Reprise im Jahre 1990 besuchten über 200.000 Ballettfreunde, was als eine der Spitzenleistungen in der Geschichte der Veroner Arenafestspiele gilt. Es folgten Wiederholungen in über dreißig Ländern auf der ganzen Welt. Das Ballett besuchten bis heute über zwei Millionen Menschen. Die Handlung des Balletts „Zorba, der Grieche“ wurde dem Roman des kretanischen Schriftstellers Nikos Kazantzakis entnommen. Dieser erlebte im Jahre 1964 eine erfolgreiche Filmüberarbeitung, in welcher Anthony Quinn in der Rolle des Zorbas glänzte. Die Filmmusik komponierte Mikis Theodorakis, ein Musikkosmopolit und der beliebteste griechische Komponist. Seine musikalische Schaffenskraft ist außerordentlich buntgemischt, gar abwechslungsreich: in seiner langjährigen Karriere beschäftigte er sich Kammer-, Ballett-, Film-, Symphonie- und Opernmusik. Theodorakis drückt in seinen Werken seine griechische Musikidentität aus, zu welcher er stufenweise gelang. Sein Ausgangspunkt war nämlich anfangs die klassische westeuropäische Musiktradition, welche am Athener Konservatorium gelehrt wurde, das nach westlichem Vorbild geformt war. Ende der 50-er Jahre stand ihm eine erfolgreiche Karriere als Symphoniekomponist in Aussicht. Trotz alledem, entsagte er sich 1960 der Symphonik und widmete sich gänzlich dem griechischen Volkslied. Theodorakis` künstlerische Wende war eng mit seinem politischen Engagement verbunden. Lange Jahrzehnte bemühte er sich um die Inkraftsetzung der Demokratie und die Beachtung der Menschenrechte in Griechenland. Während des zweiten Weltkriegs und in der Zeit der Militärjunta (1967-1974) wurde er des Öfteren ins Exil verbannt, geriet mehrmals in Gefangenschaften und wurde dabei physischer und psychischer Folter ausgesetzt. Später engagierte er sich persönlich in der griechischen Politik und war noch weiterhin als unermüdlicher Kämpfer für Freiheit und Beachtung der Menschenrechte tätig und er stellte sich jeglicher Art von Fanatismus und Extremismus entschieden gegenüber, wofür er im Jahre 2000 als Friedensnobelpreisträger kandidierte. Das Ballett „Zorba, der Grieche“ ist 24 Jahre nach dem zwar gleichnamigen Film entstanden, doch muss man es eigenständig von seiner Filmvorlage betrachten. Die Filmmusik und das Ballett haben im Grunde nur zwei Berührungspunkte, und diese wären einerseits die Figur des Griechen Zorba und andererseits drei oder vier Musikmotive. Theodorakis hat ins Ballett nämlich nicht nur die Musik aus dem Film eingeschlossen, sondern auch aus einigen anderen Werken. Nichtsdestotrotz endet das Ballett ebenso wie der Film mit dem berühmten Sirtaki. Manch einer ist auf Grund der Filmvorlage „Zorba, der Grieche“ davon überzeugt, dass dies der charakteristischste aller Tänze aus Kreta sei. In Wahrheit aber handelt es sich um eine Erfindung von Anthony Quinn, der ihn konzipiert hat, weil er sich während der Dreharbeiten den Fuss gebrochen hatte und die für Kreta landeseigenen sprunghaften Schritte nicht ausführen konnte. Quinn vollführte seinen Tanz so überzeugend, dass in der Weltöffentlichkeit die Meinung zum Durchbruch gelang, im Film würde der wahre kretanische Tanz gezeigt.
INHALT:
1. AKT: Der Amerikaner John kommt in ein Dorf auf Kreta. Dort versucht er mit den Einwohnern Kontakt aufzunehmen, doch wird er ihm von diesen verweigert. Er freundet sich nur mit Zorba an, einem energischen und eigensinnigen Kreter in mittleren Jahren, und er lehrt ihn seine Lebensphilosophie, nach welcher es am wichtigsten sei zu leben und zu genießen. John verliebt sich in eine junge Witwe, die jedoch schon Yorgos versprochen ist, einem Jüngling aus den Dorf. Die ältere Künstlerin Madame Hortense hängt sich an Zorba, von welchem sie sich Erfüllung ihrer Liebesträume erhofft. Doch Zorba gedenkt sich auf keine feste Beziehung einzulassen, da er seine Freiheit zu sehr liebt.
2. AKT: Die Liebe zwischen John und der Witwe vertieft sich indessen, doch die Dorfbewohner wirken dieser Beziehung stark entgegen. Madame Hortense träumt von einer Heirat mit Zorba, bei der alle Bewohner anwesend wären, und die das Beisammenleben im Dorf wiederherstellen würde. Doch die Wut der Dorfbewohner steigert sich, bis sie die Witwe letztendlich töten. Im letzten Augenblick wird John von Zorba gerettet, der vor lauter Trauer seine Kräfte verliert, weil er seine große Liebe verloren hat. Madame Hortense erkennt, dass ihre Liebe zu Zorba perspektivlos ist, sie erkrankt und stirbt. Zorba trauert um sie. John erinnert ihn an die Lebensweisheiten, die er ihm übermittelt hat, und letztendlich tanzen sie gemeinsam den überwältigenden Sirtaki, dem auch die Dorfbewohner beitreten.
Program Zorba, der Grieche
| 30.06.2010 um 21:00 | Osijek, Croatien | / |
| 17.09.2010 um 19:30 | Oderzo, Italien | / |
| 27.05.2011 um 19:30 | Grosser Saal | / |
| 28.05.2011 um 19:30 | Grosser Saal | / |




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